Gottin

Zwischen der Ostseeregion im Norden und der Seenplatte im Süden gelegen bereichert die Mecklenburgische Schweiz das Land Mecklenburg um eine weitere Attraktion. Die Eiszeit hat diese noch junge Landschaft geprägt mit ihrem weiten, hügeligen Gelände und dem parkartigen Bewuchs. Gletscher haben aus Skandinavien die unterschiedlichsten Böden und Gesteine hergebracht, und so wechseln heute kiefernbestandene, sandige Hügelketten mit Laubwäldern und Baumgruppen, deren mächtige alte Buchen, Eichen und Linden oft viele Jahrhunderte gesehen haben.

Gottin, eine ehemals slawische Siedlung (Ort der Sehnsucht), liegt am Nordrand der Mecklenburgischen Schweiz. Auch hier hatte sich, wie in den meisten mecklenburger Dörfern, nach dem 30jährigen Krieg nach und nach die Wirtschaftsform der Gutsherrschaft durchgesetzt.

Das Rittergut Gottin erlebte wechselnde Besitzer, darunter bekannte Namen. Um 1800 wurde das Teilgut Tellow abgetrennt und selbständig, später bekannt geworden durch seinen Besitzer v. Thünen. Anfang des 19. Jahrhunderts erwarb der vermögende hamburger Bankier Richard Parisch das Rittergut Gottin. Er ließ die alten Katen der Landarbeiter im Dorf erneuern und auf den alten Grundmauern ein neues Gutshaus errichten im Stil einer klassizistischen Hamburger Villa. Auf- und Anbau durch den letzten Besitzer vor dem 2. Weltkrieg ließen das stimmige Erscheinungsbild verloren gehen.

Nach dem Krieg diente es – wie viele Guts- und Herrenhäuser – ganz unterschiedlichen Zwecken, unter anderem als Unterkunft für Flüchtlinge und als Schule. Es folgten Leerstand und Verfall.

Seit 1996 wurde das Haus total restauriert. Das denkmalgeschützte Gebäude ist jetzt ein kleines, gepflegtes Hotel mit großzügigen Aufenthaltsräumen, 14 individuellen Gästezimmern, einer Ferienwohnung, mit Bibliothek, Sauna, Weinkeller und einem Tagescafé.

Ein Teil des ehemals großen Parks des Ritterguts wurde renaturiert und zu einem Kleinod mecklenburgischer Parkkultur gestaltet, mit altem Baumbestand und einer Fülle historischer und englischer Rosen wie einst, als das "Herrenhaus von einfach, schönem Styl" mit dem umgebenden Park eine stimmige Einheit bildete.
Die unterschiedlich gestalteten Gästezimmer, die Ferienwohnung und die liebevoll, in historischem Ambiente wiederhergestellten Räume prägen den Charakter des Hauses und machen den Aufenthalt darin zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der Salon, die Bibliothek, der Weinkeller und das Parkcafé im Wintergarten tragen zu der entspannenden und wohltuenden Atmosphäre des Hauses bei.

Vielfältige Möglichkeiten der Begegnung bieten Konzerte, Vorträge und Ausstellungen. Auch bei Exkursionen im Rahmen thematischer Wochen können sich Menschen begegnen und bei gemeinsamen Unternehmungen die wohltuende Atmosphäre des Hauses und der Umgebung genießen.

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